Angreifer konnten eigenen Programmcode auf dem Server ausführen, ohne ein Passwort zu kennen. Damit lassen sich Inhalte verändern, Schadsoftware verteilen oder Daten aus Formularen auslesen.
Betroffen war jede PHP-Installation, die Anfragen aus dem Internet beantwortet. Egal, welches Redaktionssystem darauf läuft und wie gut die Website selbst gepflegt ist: Die Lücke saß eine Ebene darunter.
Normalerweise haben Hersteller und Hosting-Anbieter Zeit, Updates vorzubereiten. Diesmal sickerten die Details vorher durch. Betreiber und Angreifer standen gleichzeitig an der Startlinie.
Schon wenige Stunden nach dem Bekanntwerden wurden die Lücken für erste Angriffe genutzt. Cloudflare meldete Angriffsversuche und schaltete zusätzliche Filter ein.
Wir überwachen den Software-Stand unserer Server laufend und wussten deshalb sofort, welche Systeme betroffen waren und was zu tun war.
Wie von CERT-EU empfohlen, haben wir betroffene Websites kurz vom Netz genommen, bis alles erledigt war. Im Kundenbereich stand dazu eine Störungsmeldung.
Erst gesichert, dann aktualisiert. Weil weltweit alle gleichzeitig aktualisierten, waren die Server der Hersteller überlastet. Wir sind drangeblieben, bis alles da war.
Startseite, Unterseiten, Anmeldung im Redaktionssystem und Fehlerprotokolle: Erst danach ging eine Website wieder online.
In der Nacht waren alle Websites wieder erreichbar. Alle Kunden bekommen von uns eine E-Mail mit den wichtigsten Punkten.
Fragen Sie nach, eine klare Antwort sollte schnell möglich sein. Wird Ihre PHP-Version nicht mehr unterstützt, gibt es dafür keine Korrektur, dann muss das System erneuert werden.
Typische Anzeichen sind unbekannte Benutzer im Redaktionssystem, veränderte oder neue Seiten, Weiterleitungen auf fremde Websites oder Warnungen im Browser und bei Google.
Im Zweifel ja: für das Redaktionssystem, den Zugang zum Hosting und die Datenbank.
Für diese Lücke ja. Die meisten Angriffe auf Websites laufen aber über veraltete Redaktionssysteme und Plugins. Halten Sie auch die aktuell.